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Xenoöstrogene – hormonähnliche Chemikalien – greifen in deine Hormonbalance ein

Autorenbild: Harmony
Harmony
vor 5 Tagen
3 Min. Lesezeit

Das Thema der Xenoöstrogene ist enorm umfangreich, und ich werde versuchen, für dich nur die wichtigsten Informationen herauszufiltern. Es ist ein eher fachlicher Begriff, und vielleicht hast du ihn noch nie gehört. Deshalb beginnen wir damit, dass du genau weißt, worüber wir heute sprechen.


Xenoöstrogene – manchmal hört man auch die Begriffe Xenohormone oder endokrine Disruptoren – sind Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen. Es sind künstliche, vom Menschen hergestellte Substanzen, die meist aus der chemischen Industrie stammen.

Diese chemischen Stoffe haben eine starke hormonelle Wirkung auf den menschlichen Organismus. Sie beeinflussen sowohl Frauen als auch Männer negativ. In deinen Körper gelangen diese Substanzen einerseits über die Lebensmittel, die du isst, und andererseits über die Luft, die du atmest. Außerdem können sie sehr gut über die Haut aufgenommen werden – die Haut ist dein größtes Organ und für Xenohormone besonders zugänglich. Deshalb betrachten wir nicht nur den Bereich Ernährung, sondern auch deine Körperpflege und das Lebensumfeld, in dem du lebst.


Bei Frauen verursachen Xenohormone einen relativen Mangel an Progesteron. Daher werden sie oft als Xenoöstrogene bezeichnet, weil sie im weiblichen Körper eine starke östrogene Wirkung haben. Das bedeutet, dass sie eine Östrogendominanz fördern und das Hormon Progesteron unterdrücken.


Xenoöstrogene, die von außen in dein Körpersystem gelangen, haben die Fähigkeit, sich an deine Östrogenrezeptoren auf den Zellen zu binden. Sie imitieren deine natürlichen Hormone, bieten dir jedoch keinerlei Vorteile. Im Gegenteil – sie blockieren die Bindung deiner eigenen Hormone an die Rezeptorstellen.


Xenoöstrogene wirken deutlich stärker als natürliche Östrogene und lösen daher eine ausgeprägte östrogene Wirkung aus. Dadurch verursachen sie eine Östrogendominanz.

Als ich begann, mich ausführlich mit der Zusammensetzung von Reinigungsmitteln und Kosmetik zu beschäftigen, die ich mir mehrmals täglich auf die Haut auftrug, war ich ehrlich gesagt schockiert. In konventioneller Kosmetik können verschiedene Inhaltsstoffe die Funktion deines hormonellen, immunologischen und damit auch deines Nervensystems stören.


Deine Schleimhäute und deine Haut sind die größten Organe deines Körpers. Alles, womit sie in Kontakt kommen oder was du auf sie aufträgst, kann aufgenommen werden. Bis zu 60 % der chemischen Stoffe aus Seifen, Gesichtswasser, Shampoos, Cremes und anderen Kosmetikprodukten gelangen in deinen Blutkreislauf.


Zu den problematischen Stoffen in herkömmlicher Kosmetik gehören Schwermetalle, hormonell aktive Substanzen, Erdölderivate mit hormoneller Wirkung, krebserregende Stoffe und weitere. Das Erste, was du aus deiner Umgebung reduzieren solltest, sind chemische Stoffe – sowohl aus der Ernährung als auch aus Kosmetik und Reinigungsmitteln: künstliche Düfte, Parfums und Aromastoffe, Produkte mit einer endlosen Liste an Inhaltsstoffen, Erdölderivate. Marketingtricks – „natürlich“ bedeutet nicht automatisch schadstofffrei.

Wenn du die Inhaltsstoffe auf dem Etikett nicht verstehst, kannst du z. B. die App INCI Beauty nutzen.


Was du noch kontrollieren solltest:

Töpfe und Pfannen – alles, was Antihaft / Teflon / PTFE / PFOA enthält, aussortieren. Auch viele „moderne“ Keramikpfannen sind problematisch, weil sie Schwermetalle enthalten können; frage beim Hersteller nach und kontrolliere die Zusammensetzung der Keramikbeschichtung. Am sichersten ist Edelstahl und Gusseisen.

Backpapier – herkömmliches Backpapier ist beschichtet. Kaufe Backpapier und Muffinförmchen, die kompostierbar sind. Ich backe inzwischen fast nur noch in Glasformen, die ich einfette.

Brotdosen & Trinkflaschen – bitte nur Edelstahl, kein Plastik.

Teebeutel – viele Teebeutel sind mit Kunststoff verstärkt, damit sie nicht reißen. Durch heißes Wasser gelangt Mikroplastik in den Tee. Benutze ein Edelstahlsieb oder Baumwollsieb, schneide die Teebeutel auf und gib den Tee lose ins Sieb.

Kassenbons – sie sind mit Xenoöstrogenen (BPA oder BPS) beschichtet, weil sie aus Thermopapier bestehen. Nimm sie möglichst nicht mit oder fasse sie, wenn du sie

wegen einer Garantie brauchst, nur mit einem Taschentuch an.


Kontrolliere den gesamten Haushalt – von Sonnencremes, Tages- und Nachtcremes, Deodorants, Zahnpasten und Raumduftsprays bis hin zu Waschmitteln, Weichspülern, Spülmaschinentabs oder Reinigungsmitteln für den Haushalt.


Ich weiß, dass es am Anfang viel ist, aber du musst nicht alles auf einmal ändern. Jede kleine Veränderung im Alltag reduziert die Belastung durch Xenoöstrogene und unterstützt die natürliche Regulation deiner Hormonbalance.


 
 
 

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